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Papier - Herstellung und Probleme

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Papiere aus pflanzlichen Fasern dienen dem Menschen seit dem 3. Jahrtausend vor Christus als Mal- und Schreibunterlage.

Zunächst in Form des Papyrus, welches in einer verflochtenen Netzstruktur aus dem gleichnamigen Schilf hergestellt wurde, indem man es flach klopfte, über kreuz legte und presste.

Papier, wie wir es heute kennen, entstand zwischen 200 vor und 100 nach Christus im alten China. Grundlage der Papierherstellung ist die so genannte Schöpftechnik. Seidenabfälle und Pflanzenfasern, aber auch Fischernetze und andere Textilien wurden zunächst gesäubert und klein zerstampft, sodann gewässert und gekocht. Der so entstandene Brei wurde in einzelnen Lagen mit einem Sieb abgeschöpft, getrocknet, gepresst und geglättet.

In Europa entstand die Papierherstellung etwa um 1100 n. Chr. in Spanien und verbreite sich von da ab über den ganzen Kontinent.

Mit dem Einzug der Industrialisierung etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts konnte der massenhafte Rohstoffbedarf nicht mehr mit den bisherigen Rohstoffmitteln gedeckt werden. Bis dahin waren vornehmlich Fasern aus „Hadern“, also Lumpen, Stofffetzen und -Reste, die damals hauptsächlich aus Baumwolle und Leinen bestanden, verwendet worden. Das Material wurde von Lumpensammlern („Haderlump“) eingesammelt und an die entstandenen Papiermühlen verkauft.

Im Jahr 1852 wurde zum ersten Mal Papier aus „Holzschliff“, also Holzfasern hergestellt. Holz war im Gegensatz zu Textilien in großen Mengen verfügbar, konnte nahezu unbegrenzt beschafft und zur Papierproduktion verwendet werden. Doch diese Herstellungsmethode brachte einen entscheidenden Nachteil mit sich: die Herstellung von Papier aus Holzschliff ist nur durch den Einsatz von Chemikalien möglich, die das Papier „ansäuern“, also chemisch sauer macht. Zudem enthält Holz Lignin, der über die Jahre unter Lichteinwirkung und Feuchtigkeit Säuren bilden kann.

Als Folge werden Papiere, die zwischen den Jahren 1850 und 1990 hergestellt worden sind, sehr schnell braun, verspröden und zerfallen schließlich.

Seit etwa Mitte der achtziger Jahre werden zur Papiergewinnung andere Chemikalien, insbesondere das alkalische Kalziumcarbonat, verwendet. Dadurch können wesentlich weniger säurebildende Stoffe in das Papier eingelagert und ein möglicher Zerfall dadurch länger hinausgezögert werden.

Schaden am Malpapier einer alten Pastellzeichnung

Diese Papier-internen Zerfallvorgänge können schlimmstenfalls zudem durch äußere Faktoren, wie direkte Sonnen- oder andere Lichteinstrahlung, zu große Hitze/Kälte, Temperaturschwankungen, zu hohe oder niedrige Luftfeuchtigkeit etc. begünstigt werden.

Daher ist es von entscheidender Bedeutung für die Erhaltung eines Kunstwerkes, für welches Papier als Mal- und Schriftmedium verwendet worden ist, den beschriebenen Schädigungs- und Zerfallsprozessen entgegen zu wirken.

Bei der Materialauswahl kann dies bereits geschehen: so verwenden wir in unserem Betrieb ausschließlich säurefreies Papier, etwa bei der Herstellung von Passepartouts. So können keine säurehaltigen Substanzen austreten. Außerdem empfehlen wir unseren Kunden gerne UV-Licht filternde und entspiegelte Gläser, durch die eine Lichtaufnahme minimiert und die schädliche Strahlung weitestgehend abgeblockt wird. Dadurch sind ihre Bilder sicher und schön aufbewahrt.


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