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Papier - Tipps und Tricks der Restauration

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Pastellmalerei mit Alterungsspuren und Schaeden

Die Reinigung des Papiers kann zunächst im Trockenverfahren erfolgen. Der Schmutz wird durch behutsames Reiben mit einem nicht zu weichem Radiergummi (hierbei stets richtigen Gummi, keinen Kautschuk verwenden, da dieser die Papieroberfläche verletzten und abtragen kann) entfernt oder aber mit einem speziellen Reinigungspulver, das den Schmutz herauszieht ohne die Papieroberfläche anzugreifen.

Ein altes Hausmittel ist auch, die weiche Innenmasse eines Brötchens oder sonstigen Weißbrotes zu benutzen. Dabei muss jedoch stets neue Masse verwendet werden, sobald diese schmutzig werden, da man sonst Gefahr läuft, den Schmutz in das Papier einzureiben.

Aber auch im Nassverfahren kann Papier gesäubert werden: dazu legt man es auf eine Unterlage aus Glas oder Polyethylen (PE-Folie) und läßt es etwa eine Stunde lang in einem kalten, destillierten Wasserbad weichen. Danach wiederholt man den Vorgang mit einem heißen Wasserbad.

Bei hartnäckigen Verschmutzungen kann man auch Seife benutzen, die man mit einem weichen Malerpinsel schaumig auf die Schmutzstellen aufträgt. Die Seife muss jedoch umgehend und vollständig abgespült werden, da Seifenreste sehr schnell zum Vergilben des Papiers führen werden.

Papier kann auch eine halbe Stunde in Nekanil (Informationen laut BASF: Nekanil® 910 ist ein mit 9 bis 10 Mol Ethylenoxid umgesetztes Nonylphenol; Eigenschaften: wasserklare, viskose Flüssigkeit; nichtionisch, Dichte bei 20°C: 1,04 g/cm 3 ; Stockpunkt: unter -10°C; pH-Wert einer 1 gew.-%igen Lösung: 6,5 bis 8,5) eingeweicht werden und muss danach gründlich ausgespült werden.

Danach ist das Papier zwischen zwei Bogen weißes Fließpapier zu legen und unter Glas zu trocknen, damit es glatt bleibt.

Flecken-Behandlung:

Pilz- und Schimmelspuren kommen auf Papier sehr häufig vor, weil es die Luftfeuchtigkeit absorbiert. Bei Büchern stellt der verwendete Kleister und Buchbinderleim eine ausgezeichnete Pilznahrung dar, die das Wachstum schnell fördert. Bei starkem Pilzbefall sind die Stellen schwärzlich gefärbt. Derart befallenes Papier muss unverzüglich behandelt werden, da der Pilz sehr rasch um sich greift. Einige Pilz- und Schimmelsporen lassen sich durch Abbürsten beseitigen. Danach lasse man das Papier, um weiteres Pilzwachstum zu verhindern, in einem luftigen und sonnigen Raum offen liegen. Leichte Verfärbungen lassen sich durch Abwaschen beheben.

Alle nach dieser Behandlung verbleibenden Flecken müssen ausgebleicht werden. Das zuverlässigste und zugleich schonende Bleichmittel ist Chloramin-T, da es keinerlei korrodierende Rückstände im Papier hinterlässt.

Chloramin-T-Pulver wird in destilliertem Wasser zu einer 2-3%tigen Lösung gelöst. Das zuvor in kaltes Wasser getauchte Papier wird dann einige Minuten lang in dieser Lösung gebadet, sodann herausgenommen und zwischen weißen Fließpapierbogen unter Glas getrocknet.

Einzelne Flecken können auch dadurch ausgebleicht werden, indem man die Lösung mit einem weichen Malpinsel auf die betroffene Stelle aufträgt. Ein Fachmann wird wahrscheinlich stärkere Bleichmittel verwenden, aber es ist in jedem Fall darauf zu achten, daß Papier,Stiche und Kunstdrucke nicht übermäßig d.h. zu einem unnatürlichen Weiß ausgebleicht werden.

Zum Schutz des Papiers kann man es gegen Pilz-und Schimmelbefall sterilisieren. Man taucht weißes Fließpapier in eine 10 %-ige Lösung aus Thymol und Alkohol und „durchschieße“ damit das zu schützende Papier. Leider muss dieses Verfahren alle sechs Monate wiederholt werden. Bei einem Druck kann die Rückseite des Papieres mit der Thymollösung bestrichen werden.

Öl-, Fett-, und Teerflecke können mit Benzol oder Pyridin (chemisches Lösungsmittel der Formel C5H5N) unter leichtem Tupfen mit Watte entfernt werden. Man kann das Papier auch zwischen mehrere Lagen Fließpapier legen und presst dann ein heißes Bügeleisen darauf, um den Fleck herauszuziehen (beispielsweise sehr wirksam bei Wachsflecken).

Kaffee- und Teeflecke werden mit einer 25%-igen Calciumperborat Lösung entfernt. Die Stelle wird zunächst mit kaltem Wasser angefeuchtet und dann die Lösung aufgetupft. Lässt man dann das Papier in der Sonne trocknen ist er nach ca. zwei Stunden verschwunden. Danach muss das Blatt umgehend gespült und wiederum getrocknet werden. Eine etwa zurück gebliebene leichte Verfärbung lässt sich danach mit einer Chloramin-T-Lösung (starkes Oxidationsmittel) ausbleichen.

Fliegenschmutz lässt sich mit einer Lösung aus Alkohol und 20 %-igem Wasserstoffperoxid (Mischung im Verhältnis 1:1) entfernen, die man mit einem feinen Kamelhaarpinsel auf die Schmutzspuren aufträgt.

Bei Tintenflecken hängt der Erfolg einer Reinigung sehr stark von der Art der verwendeten Tinte ab. Man versuche sie durch Aufpinseln einer 2 %-igen Chloramin-T-Lösung auszubleichen, mit Hilfe einer 5%tigen Oxalsäure-Lösung oder einer 10 %-igen Zitronensäure-Lösung. Nach der Behandlung muss das Papier gründlich abgewaschen werden!

Sonstige Beschädigungen:

Falten und Runzeln lassen sich dadurch entfernen, das man das Papier in Wasser taucht, auf eine saubere Glasplatte legt, alles überschüssige Wasser mit Fließpapier beseitigt und dann trocknen lässt. Man kann Runzeln auch mit einem heißen Bügeleisen ausbügeln, sollte dann aber unbedingt ein weiteres Stück Papier dazwischen legen, damit das Werkstück nicht versengt.

Risse im Papier sollten mit einem Mehlkleister (1/2 l Wasser auf den Herd wird erhitzt, in das kochende Wasser wird unter ständigem Rühren ca. 100 bis 150 g Mehl eingerührt. Bis zum aufkochen muss ständig gerührt werden, damit sich keine Klümpchen bilden. Vor der Verarbeitung den Kleister abkühlen lassen.) oder Tapetenkleister repariert werden, der dünn und gleichmäßig aufgetragen wird. Die geklebte Stelle wird unter Glas bzw. in einer Presse getrocknet.

Kleine Löcher im Papier können dadurch repariert werden, dass man das Loch mit säurefreiem Seidenpapier oder Japanseide hinterlegt und sodann die Fehlstelle mit einem aus Zellulose, Klebstoff und destilliertem Wasser hergestellten Gemisch auffüllt. Dieser Füllstoff wird mit Tee oder Wasserfarbe zum Papier passend eingefärbt. Achtung: niemals Selbstklebestreifen verwenden, da diese bereits nach kurzer Zeit verfärben und zum Zerbrechen neigen.

Das Ersetzen oder Ergänzen von größeren Papierstücken ist ausschließlich durch entsprechende Papiere möglich, welche in die Fehlstellen eingebracht werden.

Zum Schutz des Papiers kann man es gegen Pilz-und Schimmelbefall sterilisieren. Man taucht weißes Fließpapier in eine 10 %-ige Lösung von Thymol und Alkohol und durchschieße damit das zu schützende Papier. Leider muß dieses Verfahren alle sechs Monate wiederholt werden. Bei einem Druck kann die Rückseite des Papieres mit der Thymollösung bestrichen werden.


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